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Baustellenbericht MAGNUM-Manschette auf Tauchgang

Datum: 01/03/2018


MAGNUM-Manschette auf Tauchgang

Extra großer Flexseal-Rohrverbinder für Reparaturen am Fladnitzdüker

 Die MAGNUM-Manschette von Flexseal, entwickelt für extreme Einbausituationen, hat nun auch ihre Bewährungsprobe unter Wasser bestanden: Vier der extra breiten und extra druckdichten Manschetten verbinden zwei Ersatzstücke mit dem bestehenden GFK-Rohrleitungsverlauf im österreichischen Fladnitzdüker. Mit einem speziell konstruierten Hilfsmittel, viel Geschick und Fingerspitzengefühl reparierte ein Team aus Arbeitstauchern den beschädigten Düker, nahezu ohne Sicht in vier Meter Wassertiefe.

Mehr als drei Jahrzehnte hat er reibungslos Quell- und Sickerwässer transportiert – der Düker quer unter der Fladnitz, einem Donauzulauf nahe der niederösterreichischen Stadt Krems, 70 Kilometer von Wien entfernt. Als in die Fischzucht, die das Quellwasser üblicherweise nutzt, plötzlich sedimentreiches Wasser eingetragen wurde, war die Ursache dafür schnell gefunden: Ein schwimmender Bagger, der Schlammmassen im Fladnitzbach abgetragen hatte, hatte den im Wasser verlegten Rohrverlauf an zwei Stellen beschädigt. Mit den Reparaturarbeiten beauftragte VERBUND, der größte Betreiber von Wasserkraftwerken in Österreich und Bayern mit Sitz in Wien, die oberbayerische Firma AUP Unterwassertechnik, Spezialisten für Unterwasserarbeiten aller Art. Um die ersetzten Teilstücke in den Rohrverlauf einzubinden, lieferte die Flexseal GmbH je zwei Manschetten des Typs MAGNUM plus vier Ausgleichsringe zur Größenanpassung von DN 820 auf DN 840 mm. Die extra breite und extra druckdichte Manschettendichtung des Experten für Rohrverbindungstechnik ist auf extreme Situationen ausgelegt. „Normalerweise nutzen wir innenliegende Manschetten. Weil diesmal der Rohrverlauf aber gut von außen zugänglich war, haben wir uns für die MAGNUM-Manschette von Flexseal entschieden“, erklärt Stefan Akhawan, Geschäftsführer der AUP Unterwassertechnik.

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Mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl

Die speziell ausgebildeten Arbeitstaucher aus Pfaffen-hofen gehen baden, wo die meisten Menschen keinen Fuß ins Wasser setzen würden: in trüben Seen, morastigen Gewässern oder sogar wassergefüllten U-Bahn-Schächten. Bauhandwerkliche Tätigkeiten unter Wasser in Tiefbau und Kraftwerksbau, Brücken- und Brunnenbau sind die Spezialität des elf Mitarbeiter starken AUP-Teams rund um Stefan Akhawan. In unterschiedlichen Handwerksberufen geschult, bohren und installieren, schreinern und schweißen die Berufstaucher in unterschiedlichen Wassertiefen. Vor allem in schlammigen Bereichen fehlt ihnen dabei oftmals die Sicht – verlassen können sie sich lediglich auf ihr Fingerspitzengefühl und ihre Erfahrung. „Teilweise müssen unsere Taucher blind arbeiten, da muss jeder Handgriff sitzen und optimal vorbereitet sein. Arbeiten unter Wasser dauert etwa drei Mal so lang wie an Land“, weiß Stefan Akhawan. 

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Maßgeschneiderte MAGNUM-Manschette

Das Können der Unterwasser-Profis war auch am Fladnitzdüker bei Krems gefragt: In etwa vier Metern Wassertiefe saugten die Taucher Schlamm ab, legten den Rohrverlauf frei und trennten an zwei Stellen die beschädigten Teilstücke des GFK-Rohres DN 800 heraus. Um die Flusssohle entlang des Dükerrohres zu vertiefen und genügend Arbeitsraum auch unter der Rohrsohle zu schaffen, nutzten die Taucher handgeführte Absaugschläuche. Ebenfalls unter Wasser trennten die erfahrenen Berufstaucher die verbliebenen Rohrenden mit hydraulisch angetriebenen Trennschneidern winklig ab und vermaßen die beiden Ersatzstücke. Sobald die zwei maßgeschneiderten Teilstücke, zusammen etwa elf Meter lang, geliefert waren, kamen die Flexseal-Verbinder zum Einsatz: Je zwei Manschetten des Typs MAGNUM für die Rohrverbindung von DN 840 mm Außendurchmesser wurden an Land aufgezogen, die Verarbeitung unter Wasser übernahm ein Taucher. „Die Materialbeschaffung hat sehr gut funktioniert. Flexseal lieferte die speziell maßgeschneiderten Manschetten innerhalb weniger Tage“, hebt Stefan Akhawan hervor. Die individuell gefertigten MAGNUM-Manschetten verbinden Rohre aus allen Materialien und von allen Herstellern sicher, zuverlässig und dauerhaft dicht miteinander. Je nach Nennweite ist die Manschette druckdicht bis 4 bar. Die besondere Breite der MAGNUM-Dichtmanschette von 370 mm garantiert eine höhere Toleranz bei zugeschnittenen Rohrenden.

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Hilfsmittel für Unter-Wasser-Montage

Das Ergebnis der Unter-Wasser-Montage ist dasselbe wie bei der Verarbeitung an Land, lediglich die Arbeitsweise unterscheidet sich in den meisten Fällen: „Für besseres Handling bei den eingeschränkten Sichtverhältnissen in der Fladnitz haben wir eine Edelstahl-Spannmanschette mit längerem Schlüssel konstruiert, so konnten wir die Rohrenden noch einfacher miteinander verbinden“, erläutert Stefan Akhawan. Rund vier Wochen im Winter 2016/2017, zeitweise unterbrochen durch eine Eisdecke auf dem Flusslauf, arbeitete sein Team insgesamt am Fladnitzdüker. Abschließend hoben die Taucher die beiden neuen, passgenau zugeschnittenen Teilstücke des GFK-Rohres ein und verbanden sie unter Wasser mit dem bestehenden Leitungsverlauf. Zum Schluss wurde der komplette Rohrleitungsverlauf einbetoniert und der Arbeitsraum, der durch das Absaugen entstanden war, wieder verfüllt.

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Eine Manschette auf Tauchgang: Am österreichischen Fladnitzdüker hat sich der extra große und besonders druckdichte Rohrverbinder des Typs MAGNUM auch unter Wasser bewährt. Die AUP-Unterwasser-Profis sind mit dem Handling auch in vier Meter Wassertiefe und bei schlechter Sicht gut zurechtgekommen. „Wir sind voll und ganz zufrieden mit der Manschette von Flexseal. Wenn bei Reparaturen unter Wasser der Rohrverlauf wieder einmal von außen zugänglich sein wird, werden wir sie sicherlich wieder einmal einsetzen“, ist die Bilanz von AUP-Geschäftsführer Stefan Akhawan.